Untersberger im Dom

Bereits bei Lazarus Gitschner werdenunterirdische Zugänge zu den 14 Untersberg-Kirchen überliefert. Die Sage von den Untersbergern im Dome zu Salzburg hat dies beim Salzburger Dom bestätigt. DieMessen der Untersberger fanden stets - wie auch aus allen anderen Untersbergersagen zu entnehmen ist - zu nächtlicher Stunde statt. Doch wie sollten die venenzianischen Bergarbeiter in die Kirchen gekommen sein und warum stets erst so spät?  

Decodierung:
Es ist davon auszugehen, dass jene fremdländisch und seltsamaussehenden Zwerge in der Bevölkerung Zurückhaltung und Furcht auslösten. Die gläubigen Untersberger wollten aber durchaus ihre Gottesdienste halten und konnten dies beim Bischof und/oder den Pfarrern der Region regeln, so dass sie Schlüssel erhielten oder die Mesner ihnen aufsperrten. Vielleicht zahlten sie dafür auch einen Tribut in Form von gefundenen Edelsteinen oder anderen Mineralien. Damit dies die Bevölkerung nicht mitbekam, durften sie erst nächtens ihre Messen halten - und eben hin und wieder wurden sie dabei doch beobachtet - wie es in zahllosen Sagen überliefert ist.
Über Umwege erfuhr ich von einer Bediensteten am Dom Salzburg, dass tatsächlich im unteren Stockwerk eine Tür zu einem Tunnel führt. Dieser soll zur Benediktinerinnenabtei Nonnberg, die auch den Schlüssel zum Untersbergcode verwahrt.