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Sonnenwende Winter

Teufelsloch (1585 m) im gegenüberliegenden Lattengebirge
* Das Sonnenauge der Schlafenden Hexe *
Phänomen: Der Sonnendurchgang im Teufelsloch markiert die Wintersonnenwende mit dem Höhepunkt auf der Hochburghöhe am 21. Dezember.
Beginn des Sonnenschauspiels: 20. November am Grabhügel Hohenfried
Ende des Sonnenschauspiels: 22. Januar am Grabhügel Hohenfried

Hilfestellung zur weiteren Erforschung: 
- Aufstieg direkt zum Teufelsloch über Norden (Steinerne Agnes) = weglos, steil
- Anstieg über den alten Gratsteig = stark verwachsen, mühsam


Überlieferung: Dämonische Entstehungsgeschichte 
(Teufel tritt gegen die Felswand bzw. für die vor dem Teufel fliehende Sennerin Agnes (Steinerne Agnes)  öffnet sich ein Felsportal, in dem der Teufel steckenbleibt)

Analogie zum gegenüberliegenden Untersberg und seiner Mittagsscharte:
Phänomen: Sommersonnenwende Sonnenschauspiel in der Höhle Steinerner Kaser
Überlieferung: künstliche Entstehung der Mittagsscharte durch Riesen
heutige These: (durch 2 Forscher ohne Kenntnis der Überlieferung)
das Monument Untersberg (begründet im Goldenen Schnitt) bzw. die Mittagsscharte ist künstlich entstanden.

Besonderheiten des Sonnenschauspiels am Teufelsloch:

  • 1. Monatssymmetrie
    Beginn: 20. bis 22. November   13:15 Uhr bis 13:18 Uhr (Hohenfried/Grabhügel)
    Höhepunkt: 21. Dezember 13:15 Uhr bis 13:45 Uhr (Hochburghöhe)
    Ende: 20. bis 22. Januar   13:47 Uhr bis 13:50 Uhr (Hohenfried/Grabhügel)
    Im Reigen der alpinen Sonnenaugen besitzt das Teufelsloch diese markante Eigenart der Monatssymmetrie und ist im Alpenraum einmalig.  
     
  • 2. Flurnamen
    - Hohenfried
    - Hochburghöhe
    = Überzeichnungen von Flurnamen wie Hoch- oder Hohen-... weisen auf einen sakralen, göttlichen Charakter oder Ursprung hin. In Berchtesgaden belegen dies Bergnamen wie Hochthron (Untersberg), Hoher Göll oder Hochkalter, die in der Matriarchatsforschung landschaftsmythologisch belegt und beschrieben sind.
    Auch wenn dies bei den Flurnamen Hohenfried und Hochburghöhe historisch nicht verifiziert ist, so sollte die Besonderheit des Sonnenschauspiels im Jahreskreis im morphogenetischen Feld (R. Sheldrake) und/oder im kollektiven Unterbewusstsein (C.G. Jung) des Volkes hinterlegt sein.    

  • 3. Zeit bzw. Dauer des Sonnenschauspiels
    Am Grabhügel dauert der Beginn und das Ende des Sonnenschauspiels an jeweils 3 Tagen exakt 3 Minuten und steht in Resonanz mit den 3 Gipfeln der Schlafenden Hexe ( = Rotofenturm, Signalkopf und Dreisesselberg).
    Zudem findet 3 Tage nach dem 3-tägigen Startintervall am Grabhügel bei Bayerisch Gmain gegenüber in der Waldandacht bei Großgmain, einer kleinen Kapelle am Fuße des Untersberges, der Christgeburtsgottesdienst durch den Untersbergpfarrer Herbert Schmatzberger statt, der den eigentlichen Geburtstag von Jesus Christus mit dem 25. November verifiziert hat.
    Das Sonnenschauspiel bzw. der Stern des Lattengebirges steht somit wegweisend in Resonanz mit dem Stern von Bethlehem.
    Wiederum nur wenige Tage nach dem Schlussintervall des dreitägigen Sonnendurchgangs am Grabhügel wird im Volk die Lichtrückkehr mit dem keltischen Imbolc oder dem christlichen Lichtmess gefeiert. Auch dies sollte in früheren Zeiten im regionalen Volksglauben populär gewesen sein. So wurde schließlich auch das Sonnenschauspiel beim Bau des nahegelegenen Münsters von Sankt Zeno integriert.    

  • 4. Landschaftsmythologie
    Die Landschaftsmythologie des Teufelslochs, der Schlafenden Hexe und der darunter, im Süden liegenden Steinernen Agnes deuten auf Manifestationen der Urmutter Percht mit ihren 3 Priesterinnen (Bethen) und deren Sitz am Dreisesselberg, zu Füssen der Percht, hin.