Sonne

Die Sonnenphänomene rund um den Untersberg: 
Das Sonnenauge vom Untersberg: Steinerner Kaser 
Das Sonnenauge vom Lattengebirge: Teufelsloch 
Das Sonnenauge von Sankt Zeno: Rosettenfenster
Das Sonnenauge vom Staufen: Staufenloch 
Sie sind die Grundlage für die Sonnenkulte am Berg.
Die Sonnenaugen sind  die magischen Felsenlöcher der Alpen, durch die die Sonne zu bestimmten Zeiten scheint. Sie sind für mich sogar eine Möglichkeit, auf ein eindrucksvolles aber vergessenes alpines Natur-schauspiel hinzuweisen, dass den Menschen der Frühzeit ihren Kalender und damit ihre Säh- und Erntezeiten bestimmte. 
Foto: Das Teufelsloch im Lattengebirge

Diese "naturreinen" Phänomene bieten eine große Chance, uns in den Jahreskreis wieder einzubinden - ihn bioregional nach dem jeweiligen Sonnendurchgang zu feiern. Ein Traum von mir - aber keine Utopie!  Der Einklang mit der Natur wird zunehmend zu einem wichtigen Faktor im Tourismus. 
Diese Chance gilt es zu nutzen! 

Der Höhepunkt des europäischen Sonnenkultes wird in der Bronzezeit bzw. der Megalithkultur angenommen. (...) Die strahlende Sonnengöttin, die damals verehrt worden ist, war wohl ein Teil der universellen “Großen Mutter”, gut zu Mensch, Tier und Pflanze, trotzdem kraftvoll und mächtig herrschend. In den kultischen Ritualen müssen der göttlichen Sonne auf den höchsten Bergspitzen die Verehrungen dargebraucht worden sein, dort, wo man dem Firmament am nächsten war. (...) 
Beim Aufspüren von Plätzen sowie beim Errichten von Kultbauten, die der Sonnenverehrung dienten, spielte natürlich die Orinetierung nach der Sonne eine wesentliche Rolle. Sie wurde als Naturerscheinung angebetet (...) und stand immer in engem Zusammenhang mit dem Feuer. Denn der Glaube an das Sonnenhafte läßt sich mit jenem an die vielen Eigenschaften des Feuers als schützend, verzehrend, reinigend verbinden. (...) 
Die Feste, in  deren Mittelpunkt das Feuer stand, fanden auf den Bergeshöhen statt.  
Quelle: Unser Keltisches Erbe, Inge Resch-Rauter, Books On Demand Norderstedt,, S. 436 f.