Wilde Jagd

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Die Wilde Jagd beim Palfner

Vor vielen Jahren schaute der alte Palfnerbauer in der Weihnachtszeit zum Fenster hinaus, weil es so stöhnte und ächzte und ein mächtiger Wind aufkam. Immer ärger wurde es. Ängstlich kam auch die Palfnerbäuerin und stellte sich neben ihren Mann. Mit einem Mal rüttelte es ganz wild an der Tür. Aber die war verschlossen. Und das war ihr Glück. Denn nun musste die wilde Jagd an ihrem Haus vorbei und konnte nicht herein. Wild jaulend jagten die Pferde und Hunde wie Schatten vorbei. So ging es lange Zeit. Dann wurde es plötzlich still, und dicke Schneeflocken fielen herab. Vier Tage hintereinander hatte es geschneit, und der Schnee lag mannshoch. Der alte Palfnerbauer hat nie etwas gesagt, aber die Palfnerbäuerin hat es später erzählt.

Quelle: Meindlbauer, 1927 aus “ Sagen, Märchen und Geschichten in Karlstein und Landkreis Berchtesgadener Land”, gesammelt von Dr. Alfred Dieck

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“Die Wilde Jagd können unbeschadet nur “Neusonntagskinder” sehen (geboren an einem Sonntag im Neumond).”
Quelle: Das Salzburger Sagenbuch - Josef Brettenthaler, Matthias Laireiter - Verlag der Salzburger Druckerei, 1976, S. 84

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