Unterwelt

Der Untersberg und seine (W)Unterwelt


Und so sprach der alte Untersberggeist zu seinem Volk:
Es ist ein altes Leiden der Menschen, dass sie stets versuchen alles zu ergr√ľnden und zu erforschen und dabei immer wieder die Grenzen der Natur √ľberschreiten. Mein Innerstes bekam vor langer Zeit Lazarus Gitschner zu sehen. Diesem einfachen Mann des Menschenvolkes wurde meine Innenwelt gezeigt und erkl√§rt. Er durfte auch meine 12 Kraftlinien aufsuchen, die zu Orten der Kraft und des Segens f√ľhren.
Die Menschen meines Umlandes stehen in Resonanz mit mir
und ich mit ihnen – und somit auch mit ihrem Jahreskreis und Feiertagen.

Es geschah an einem Pfingstsonntag – dem Tag an dem die Aussendung des heiligen Geistes gefeiert wird, der Tag an dem viele Menschen innerlich bewegt sind
– und ich auch.
Einer meiner Felsen l√∂ste sich in dieser Bewegung und traf einen H√∂hlenforscher. Es gibt solch heilige Zeiten, zu denen ist Achtsamkeit und auch Ehrfurcht geboten. Er kannte diese meine Gebote nicht – und so half ich ihm und seinen Rettern und besch√ľtzte sie auf ihrem beschwerlichen R√ľckweg.
Am Tag des Hochfestes des Leibes und Blutes Christi durften sie mein Innerstes verlassen.

Die Menschen sprachen danach von einem Wunder.
Kaum einer dachte daran, dass ein √§hnliches Wunder bei mir am selben Tag einige Jahre vorher passierte und auch zu fr√ľheren Zeiten geschah.
Es gab allerdings eine Zeit, da nannten die Menschen mich noch den Wunderberg – und ehrten meine heiligen Zeiten.

Die Zeit ist gekommen mich wieder bei meinem eigenen Namen zu nennen – und Wunder wieder als das anzunehmen, was sie sind.

Background1