Es gibt immer wieder Diskussionen um die Bedeutung und - vor allem - die Dauer bzw. Anzahl der Rauhnächte.Ich habe mich schon lange von der auf 12 begrenzten Anzahl entfernt, auch von eigentlich nur einzelnen bedeutsamen Rauhnächten.

Die Thomasnacht bzw. die Wintersonnenwende (keltisch JUL) gehört für mich dazu, jedoch sehe ich sie in einem bioregionalen Zusammenhang mit der Aktivität unseres Sonnenauges, dem Teufelsloch in der Schlafenden Hexe. Und diese besondere Sonnenzeit, in der die Sonne durch ein Felsenloch ins Tal scheint, ist für mich der Indikator der bioregionalen Rauhnächte, die damit vom 20. November bis 22. Januar andauern - und damit eigentlich die Zeit zwischen Samhain (=keltisches Neujahr) und Imbolc (=Lichterfest / Lichtmess) umfassen.Sonnenstern_klein

Ich betrachte die Rauhnächte landschafts-mythologisch, d. h. unter Berücksichtigung besonderer Naturereignisse
 (=Sonnenstand, Sonnendurchgang, Jahreskreis),
Naturformen
 (=Felsenloch im Lattengebirge/Teufelsloch) und der daraus resultierenden Mythen
 (= Steinerne Agnes, Entstehung des Teufelslochs).Die sind in diesem Zusammenhang echt spannend!

Zahllose Sagen umranken die Schlafende Hexe und ihr teuflisches Loch (siehe Foto oben). Der Teufel soll um diese Zeit seine Hand im Spiel gehabt haben - also schon mal ein gutes Zeichen, z. B. für Kult- und Kraftorte!

20171214_215923Und dann die Wilde Jagd, die zu dieser Zeit (= 2. Donnerstag im Advent) umgeht.Und mit ihr die alpine Urmutter Percht, die die letzten "Armen Seelen" aufsammelt. Bemerkenswert wie dies heute in einem eindrucksvollen Brauchtum (siehe Foto) durch die Brauchtumsgruppe Jung Alpenland) umgesetzt wird.

Schließlich gilt es die andere Weihnachtsfeier zu berücksichtigen, die sich hier am 25. November in der Gemeinde Großgmain (= Waldandacht)  manifestiert hat.

Jede Region hat ihre bioregionalen Rauhnächte und sie lassen sich am besten über die Landschaftsmythologie erschließen (= Studium der regionalen Mythen und der besonderen Landschaftsformen)!

Seit vielen Jahren lade ich in einer Rauhnacht (= Ende Dezember) öffentlich zur Alpenschamanischen Rauhnacht in den Salzheilstollen Berchtesgaden ein.
Im Familienkreis wird zu dieser Zeit geräuchert, sinniert, meditiert, schamanisch gearbeitet, orakelt. Als Autor lasse ich oft meine Manuskripte in den Rauhnächten nachreifen und erbitte den Segen der Percht.

Rauhnächte

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