Polarität

Es erscheint verwunderlich, dass gerade ein heiliger Berg - noch dazu ein Herzchakra der Erde - eine negative Polarität besitzen soll. Hinweise fand ich wiederum in der Sagenwelt - in jener geheimnisvollen Spiegelwelt des Untersbergs. Die Wildfrauen-Sagen (Muttergottheiten, Muttergöttinnentrinität) berichten einerseits von ihrem beschützenden und segnenden Wirken bei Geburten und bei Kindern, andererseits drohen sie Eltern ihre Kinder zu entziehen oder setzen dies sogar in die Tat um, wenn die Eltern die Kinder nicht wohlwollend und liebend umsorgen und erziehen.

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Untersberg Polaritaet
In vielen Untersberg-Sagen ist die Rede von “verlorenen” Seelen, zu denen schliesslich auch Kaiser Karl gehört, der einst jene grosse Endzeitschlacht auf dem Walser Feld schlagen soll. Immer wieder geht es hier auch um den Faktor Zeit. Menschen verlieren Zeit (siehe “die verschwundene Hochzeitsgesellschaft”) - es wird ihnen Zeit genommen. Dass Zeit nicht immer linear verläuft, ist inzwischen bekannt, doch wie wirken sich pathogene Störfelder der Erde auf das Zeitgefüge aus? Der Untersberg scheint hierfür ein Musterbeispiel zu sein (siehe auch Die andere Zeit).

“Was am Untersberg geschieht,  geschieht auf der Welt.”
Pfarrer Josef Schmatzberger, Großgmain

Der Untersberg ist eines der höhlenreichsten Gebirgsstöcke der Alpen. Mythologisch stehen Höhlen  für “Unterwelt”, “Welt der Ahnen”, “Bauch von Mutter Erde” - “Gebärmutter der Erde” und zugleich “Eingangstor zum Reich der Toten”. Sie sind Naturheiligtümer, Plätze für Rituale, Visionen und Träume und Orte des Übergangs, zwischen dem Reich des Lichtes und der Menschen und dem Reich der Dunkelheit und der Toten, der Schatten und der Druiden.
Dieses “Schattenreich” verdeutlicht sich auch in meinem Vergleich UNTERSBERG / LATTENGEBIRGE: (siehe Grafik oben)
aus dem Untersberg entspringt der Schwarzbach
aus dem Lattengebirge entspringt der Weissbach.

Anmerkung:
Die Schwarz-Weiss-Symbolik ist wiederum ein Hinweis auf das Wirken der Wildfrauen - auch Drei Bethen, Saligen.
“Und so wie die Percht der Alpenländer immer eine helle und eine dunkle Seite hatte, so werden auch den Saligen und Wildfrauen sowohl freundliche als auch unerbittlich strenge Züge nachgesagt. Dementsprechend spielt in vielen Sagen die Schwarz-Weiß-Symbolik) eine Rolle (...) durch die Erwähnung weißer “Kindstüchel” und eines schwarzen Baches.”
Erni Kutter, Der Kult der drei Jungfrauen, Books On Demand, Noderstedt, S. 214)

2 Felsenlöcher verdienen noch besondere Beachtung:
das Teufelsloch im Lattengebirge (Fotoquelle: eigene) - ist ein aktives Sonnenauge (siehe ...)

Agneslochsw

das Drachenloch am Untersberg (Fotoquelle: R. Habeck) - ist am 10.6.1935 eingestürzt (ein Sonnenauge ?).Drachenloch Untersberg2a

Hat sich das Sonnenauge des Untersbergs 1935 geschlossen ?
Warum schloss sich am “Berg des Lichts” im Jahre 1935 ein Sonnenauge - war es ein ZeicBerghof Blick Untersberg swhen des Bergs für die beginnende dunkle Zeit ?

Gegenüber des Drachenlochs - auf bayerischer Seite am Obersalzberg - mietete 1928 Adolf Hitler den Berghof, den er später kaufte.
Das berühmte versenkbare Fenster in Hitlers Berghof mit seinem Blick auf den Untersberg und die mystische Mittagsscharte. Am rechten Ausläufer des Bergs lag das Drachenloch.
(Fotoquelle: Harry von Gebhardt )

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