Nabel der Göttin
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Im Nabel der Liegenden Göttin wächst eine Linde. Sie ist der eigentliche Kraftort neben der Marienkirche. Von ihrer Bedeutung berichtet schon die Gründungslegende von Maria Ettenberg. Linden waren einst typische Volksbäume. Sie wurden im Dorfzentrum als Treffpunkt für feierliche Veranstaltungen, in der Nähe zu Gasthäusern (Mesnerwirt zu Ettenberg!), als Tanz- oder Gerichtslinde gepflanzt. Sie galten als Bäume der Liebenden  und waren beliebte Begleit-Pflanzen an Kult- und Kulturstätten. Vom Charakter besitzt die Linde ein weibliches, herzliches, warmes und mütterliches Wesen mit freudvoller, friedlicher und gelassener Ausstrahlung. Sie schenkt Geborgenheit und Trost und spricht Menschen an, die das Schöne lieben. Linden gehörten zu den heiligen und heilsamen Hölzern und besitzen in der Medizin mildernde (“linde) Eigenschaften.
Bei den Germanen war die Linde als Friedensbaum  der Göttin Freya, der Wächterin über Liebe, Vermählung und Fruchtbarkeit, geweiht.
Als Gerichtsbaum wurde sie geschätzt, da unter ihr die reine Wahrheit ans Licht kommen und ihr Duft die Richter milde sowie die streitenden Parteien versöhnlich stimmen würde. Manche Urteile endeten mit der Schlussformel: «Gegeben unter der Linde…!»
An der Ettenberger Linde verspürt man/frau eine starke Erdenergie - quasi aus dem Bauchnabel der Göttin. Jene Drachenkräfte der Erdgöttin ist in der Linde zu spüren und so ist auch symbolisch der Name Lindwurm (=Drache) zu verstehen. Der Drache vom Untersberg (Drachenloch!) behütet mit seinen elementaren Kräften die Liegende Göttin.