Langacker

Brandopferplatz Schild

Brandopferplatz Schild

Brandoopferplatz Schild 1

Brandoopferplatz Schild 1

Brandopferplatz Schild 2

Brandopferplatz Schild 2

Brandopferplatz Schild 3

Brandopferplatz Schild 3

Langackertal Schild

Langackertal Schild

Schilder vom Verein fĂŒr Heimatkunde Bad Reichenhall

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Der nahe der Burg Karlstein gelegene Langacker (Brandopferplatz) Langackertal kleingilt als das keltische Kultzentrum des Reichenhaller Raums. Von diesem Zentrum aus verlaufen die Sonnwend-Linien (Sommer- und Wintersonnenwende) entlang des Reichenhaller Kessels und bilden mit der Sonnenlinie vom Teufelsloch (Sonnenloch) den "Reichenhaller Triskel".
Im Umfeld der Burg Karlstein und des Pankrazfelsens fanden sich keltische Siedlungsspuren, die durch Hinweisschilder dokumentiert sind.


Von Anfang an scheinen die Menschen der Vorzeit nicht nur ihre konkret erfahrbare Welt wahrgenommen zu haben, sondern sahen sich auch von höheren MĂ€chten abhĂ€ngig. Diese offenbarten sich nur durch geheimnisvolles Wirken, das fĂŒr den Menschen verderbliche oder glĂŒckbringende Folgen hatte. Kontakte zu höheren MĂ€chten waren dementsprechend lebensnotwendig, um das Gedeihen des Einzelnen wie der Gemeinschaft, der er angehörte, zu sichern. Opferhandlungen waren immer Bestandteile von Ritualen, die der Umgang mit höheren MĂ€chten erforderte. Die PlĂ€tze, die man im prĂ€historischen Mitteleuropa fĂŒr Rituale aussuchte, sind sehr unterschiedlich. Es sind oft Naturformationen geologischer Art wie große Findlingssteine, Felsnadeln, Moore, Seen, Felsspalten und Höhlen, auch alleinstehende, auffĂ€llige BĂ€ume; das Außergewöhnliche der Ă€ußeren Erscheinung faßt diese PlĂ€tze zusammen.
Die Art des Opfers, das Brandopfer, kennzeichnet die BrandopferplĂ€tze. Brandopfer sind eine uralte Form, um mit höheren MĂ€chten zu kommunizieren. Dem Brandopfer liegt die Vorstellung zugrunde, daß das Feuer das Opfer reinigt und dieses dann in reiner Substanz in eine höhere SphĂ€re ĂŒbergeht. Das Brandopfer verbindet so die irdische mit der himmlischen Welt. PrĂ€historische BrandopferplĂ€tze sind NaturheiligtĂŒmer; sie liegen in unterschiedlichen topographischen Lagen immer unter offenem Himmel, sind unterschiedlich groß und auch unterschiedlich lange genutzt worden. Ihre Tradition lĂ€ĂŸt sich ĂŒber 2000 Jahre hinweg verfolgen. Die Ă€ltesten mitteleuropĂ€ischen stammen aus der frĂŒhen Bronzezeit (um 1800 v. Chr.), der jĂŒngste aus der römischen Kaiserzeit (2. Jahrh. n. Chr.). Der grĂ¶ĂŸte bekannte Brandopferplatz (15.-10. Jahrh. v. Chr.) ist der vom Langacker bei Reichenhall, dessen Überreste noch im 19. Jahrhundert als 4 m hoher und 32 m langer HĂŒgel aus verbrannten Tierknochen zu sehen waren.”

Quelle: BrandopferplĂ€tze in Bayern und Tirol - Dr. Amei Lang, MĂŒnchen, 1999


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