Die Kolowratshöhle wurde 1842 durch Senner einer nahegelegenen Alm entdeckt. Heute ist sie auf eine Gesamtlänge von 38 km erforscht. Die Höhlenforscher versuchen derzeit eine Verbindung zur Riesending-Höhle auf bayerischer Seite und zu den Windlöchern herzustellen - dem sogenannten Barbarossa-System, was dann eine Länge von mindestens 70 km aufweisen würde.
Die Kolowratshöhle wurde im Zustieg und im Eingangsbereich bereits  im 19. Jahrhundert durch Felssprengungen ausgebaut. Als fatale Auswirkung erwies sich die Erweiterung des sehr engen Eingangs, da in der Folgezeit das Höhlenklima sich erwärmte und das Eis in der Eingangshalle zu schmelzen begann. Damals gab es sogar noch Eisfeste in der Halle, die durch Fackeln beleuchtet wurde und zum Eislaufen einlud.
Achtung:
Der Zustieg zweigt vom Dopplersteig ab und ist nur für erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger geeignet. Die Steiganlagen im Inneren sind verfallen und sind oft rutschig und vereist. Seit dem 19. Jahrhundert gab es mehrere tödliche Unfälle im Bereich der Höhle.

Fotos: Thomas Dopfer

Zustieg zum Höhleneingang

Höhleneingang

Zustieg

Eingangshalle

Eingangsloch

Eingangshalle

Kolowratshöhle

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