Einst zogen sich die aus den Niederungen von Menschen gejagten Drachen zurück in die Bergwelt des Wunderbergs, so berichten die Überlieferungen. Dort lebten sie noch so lange, bis auch für sie, wie auch für die Wildfrauen, die Riesen und Zwerge die Zeit gekommen war. Und so kehrten sie ein in die schützende Unterwelt der Bergmutter Percht. In regelmäßigen Abständen wachen sie jedoch auf (100-Jahres-Schlafzyklus), um nachzusehen, ob noch alles in Ordnung ist („solange die Raben noch um den Untersberg fliegen...“). Sollte einmal Unordnung herrschen auf Erden, so werden sie der Göttin berichten. Dann beginnt das große Aufräumen.
So ruht also jener mächtige Schlafende Drache namens Untersberg über die ihm zu Füssen Liegende Göttin. Untersberg_Drache1 klein
Der Untersberg steht energetisch für die Drachenkräfte der Erde. Die Liegende Göttin von Ettenberg ist unsere Mutter Erde. Die Göttin = Percht und ihr Heros = Untersberg = Drache = Abfalter.
Im Frühjahr 2015 blutete der Drache / der Berg. Aus seinem Herz strömte Blut und seine Felsen polterten ins Tal. Der Weißbach von Marktschellenberg – ein Symbol der Göttinnentrinität – färbte sich rot über ihrem Haupt (= der Hochzinken).
Im Herbst 2015 blutete die Madonna von Großgmain zu Füssen des Berges. Sie wurde aus Untersberger Marmor geformt.
Der Großgmainer Weißbach - ein weiteres Symbol der Göttinnentrinität - fließt in unmittelbarer Nähe vorüber.
Noch schützen uns die weißen Hirsche zu beiden Seiten des Schlafenden Drachens – doch wie lange noch?
Der Drache ist unruhig geworden. Ist vielleicht wieder ein Zyklus abgeschlossen und sie kommen, um nachzusehen, wie wir mit unserer Erde umgehen?

Die Sagen vom Untersberg spiegeln uns selbst wieder – unser Leben, unsere Erde.
Die Kunst ist doch „nur“, uns selbst zu erkennen.
Die Göttin ist geduldig – oder?

Decodierung Drachensage