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geomantische Betrachtung eines Naturschauspiels am Untersberg:
(Felssturz und rot eingefärberter Weißbach)
Von Zentrum des Berges (Mittagsscharte) f√ľhren 14 Erdenergielinien sternf√∂rmig in alle Richtungen (siehe die √úberlieferungen von Lazarus Gitschner mit den 12 Kirchen von 1529, siehe auch der Untersbergmenhir im Gro√ügmainer Marienheilgarten und moderne radi√§sthetische Erkenntnisse mit den 14 Orten)
Die auf meiner Landkarte in "Magisches Berchtesgadener Land" eingetragene Linie Nummer 9 f√ľhrt von der Mittagsscharte nach St.Gilgen/Falkenstein.
Das Felssturzgelände vom 25. April 2015 (Analogie zum Beben in Nepal am selber Tag) liegt am Beginn dieser Linie.Der-rote-Weißbach-1024x683 klein
Infolge weiter Richtung Nordosten befindet sich das am 10. Juni 1935 eingest√ľrzte Drachenloch.
Am Ende der Linie liegt die Kulth√∂hle in der Wolfgangskapelle mit ihrem Spaltfelsen. Dort kam es im M√§rz 2008 zu einem Felssturz . Ein m√§chtiger Felssturz st√ľrzte damals durch (!) das Kirchendach und kam im Inneren vor dem Altarraum zum Liegen.

Anmerkung zum BR-Beitrag vom 30.April 2015:
"...keiner kennt die Namensbedeutung vom dortigen Weißbach"
Wei√ü- und Schwarzb√§che sind auf den fr√ľheren G√∂ttinnenglauben (Percht) im Alpenraum und deren Priesterinnen (die Drei Bethen, Saligen, Jungfrauen, Wildfrauen) zur√ľckzuf√ľhren. Diese Wei√ü- und Schwarzb√§che sind im gesamten Alpenraum zu finden!
Eine Fortf√ľhrung und/oder Erweiterung dieser geomantischen Betrachtungsweise ist erw√ľnscht!

Eine Anmerkung aus alpenschamanischer Sicht meinerseits zum "Untersberger Blut":

Eine schamanische Reise an und in einen heiligen Berg
- Von der alltäglichen in die nichtalltägliche Wirklichkeit -
am 29. April 2015

Mehrmals im Jahr wandle ich auf uralten Pilgerspuren zum Untersberg. Durch die lange Winterpause bedingt
freute ich mich gestern Abend sehr mal wieder alten Bekannten (Geistern) begegnen zu d√ľrfen.
Allein schon die Hinfahrt ist jedes Mal ein gro√ües Vergn√ľgen insbesondere wenn die gutgelaunten Wettergeister von einem blauen Fr√ľhlingshimmel herunter lachen.
Kurz vor Erreichen des Ziels liegen zwei bedeutungsvolle Orte:
zum einen die Buchegger Rossalm, wo ich bei der Vorbeifahrt schon sah, dass die Almleut anwesend waren und ich ihnen einen Kurzbesuch abstattete. Die R√∂sser (derzeit Ponys) haben am Gel√§nde eine neue, schattige Futterstelle bekommen, direkt neben dem Kraftort und Kultplatz Venusblume. Die marmorne Tafel hinter der Alm ist noch sch√∂ner geworden und wartet wohl auf den Kaiser Karl, der sich dort einmal niederlassen wird – wenn er zur Endzeitschlacht eines Tages aus dem Berg kommt. Die Alm-Monika meinte, den Kaiser Karl k√∂nnte man momentan oben in der Geisterstadt als riesiges Graffiti bewundern. 
Das möchte ich mir demnächst mal ansehen. Ich wusste nicht, dass der Kaiser schon so weit aus seinem Berg hervor gekommen ist.
Der Alm-Hans fragte wieder mal nach dem Untersbergfest, welches ich dort letztes Jahr zum ersten Mal feierte. Die Martha – ihre W√§chterin der Venusblume h√§tte sich sogar als musikalische K√ľnstlerin angeboten. Nun, f√ľr n√§chstes Jahr hab ich schon wieder hochkar√§tige musikalische Urgesteine gefunden, die mich auch zur diesj√§hrigen alpenschamanischen Rauhnacht begleiten werden, aber 2015 wird wohl das Untersbergfest pausieren.
Daf√ľr feiert ja heute Abend Walpurgis Schwarzlm√ľller, die gute Hexe vom Untersberg, auf der Rossalm ‚Äěihre“ Walpurgisnacht, f√ľr die Hans und Monika bei meinem Besuch schon die letzten Vorbereitungen trafen.
Es war nur ein kurzer, aber inniger Besuch bei diesen so lebensfrohen Almleuten und wir werden uns sicher wieder oft sehen in diesem Jahr.
Die Weiterfahrt musste ich dann schon nach wenigen Minuten wieder unterbrechen. Der Quellgeist von der Veitlbruchquelle rief mich. Es ist wenig √ľbrig von dem alten √ľberrannten und ausgebeuteten Wasserabf√ľllplatz. Aber wer nur wenige Meter in den Wald zum urspr√ľnglichen Bachverlauf geht, dem blitzen dann ganz verschmitzt ein paar Steinmandl zu. Das ist er, der neue Platz. Dort sieht nur ein unscheinbares Rohr direkt aus der Erde hervor und da sprudelt es wieder – in der Wildnis und tanzt mit den Steinmandln den Wassertanz. Hier sp√ľrt man/frau einen kraftvollen Wasserkultplatz. Und nur der wirklich Achtsame findet den Weg dorthin. 
So soll es sein.
Die steil abfallende Stra√üe bringt mich dann schnell hinunter zum Untersbergmuseum, wo schon die aus der Ferne angereiste Yogagruppe wartet. Jedes Jahr im Mai kommen sie ins Berchtesgadener Land, um hier zu praktizieren und die Naturwesenheiten kennenzulernen. Doch auch aus der Ferne hatten sie die Ereignisse (u.a. Riesending-H√∂hlenungl√ľck) am Untersberg vom letzten Jahr – also kurz nach ihrem Aufenthalt – mit Interesse und Betroffenheit verfolgt. Wieder waren sie erstaunt, √ľberrascht und betroffen von der aktuellen Situation eines blutenden Berges (der blutrote Wei√übach nach dem Felssturz vom vergangenen Samstag). Diesmal waren sie ein Tag nach diesem Bergereignis (Naturschauspiel) angereist. Es wird wohl f√ľr einige Zeit noch zu beobachten sein.
Will er uns wieder etwas sagen – der Berg, den ich auch steinerner Prophet nenne aus bestimmten Gr√ľnden?
Ich erzähle vom Kaiser Karl und seinen Untersbergmandln im Inneren des Berges und dass wir heute an einen uralten Orakelplatz wandern, von dem behauptet wird, dass er einst eine ähnliche Bedeutung wie das Orakel von Delphi hatte.
Wir praktizieren einen modernen Steinkult an der Orakelh√∂hle, gehen bedacht wenige Meter weiter zur m√§chtigen F√ľrstenbrunner Quelle, die jetzt im Fr√ľhjahr zur Schneeschmelz gewaltig tost, brodelt und rauscht. Das Wasser erfrischt und bereitet auf die letzte kurze Etappe zur Grasslh√∂hle vor. Hier gilt es bereits 3 sichtbare Portale zur Anderswelt zu durchschreiten. Hier wechseln wir – im wahrsten Sinne des Wortes – vom Diesseits ins Jenseits – zur anderen Talseite – zur dunklen Seite.
Steil und schmal f√ľhrt der unscheinbare Steig hinauf, wo schon das Loch am Fu√üe der Felswand sichtbar ist. Steht da oben nicht schon jemand wartend davor? Es sind Steinmandl – W√§chterwesen. Aber schon unten schreiten wir an einem h√∂lzernen W√§chterwesen – einem wahrhaften Drachen – vorbei. Er h√§ngt f√∂rmlich √ľber der gro√üen steinernen Lawinenverbauungswand.
Der Eintritt und die Platzsuche in der Unterwelt erfolgen rituell. Salbeirauchschwaden erf√ľllen das Halbdunkel der H√∂hle – ein Geschenk aus dem eigenen Garten. Kerzen illuminieren den gro√üen Altarstein. Fl√∂tenkl√§nge. Der Untersbergbethruf ert√∂nt. Trommelkl√§nge durchstr√∂men den stillen Raum.
Die Reise beginnt.
Dem Berg(geist) geht’s gut – wie immer. Sein Kummer um die Menschen ist gro√ü. Wie oft hat er ihnen schon seinen Spiegel vorgehalten (Zitat Untersbergpfarrer: Was auf dem Untersberg geschieht, geschieht auf der Welt). Jetzt blutet er – so sagen sie. Doch es ist unser Blut. Europa blutet aus, so sagt er. Das Volk in Nepal blutet – auch er, der Berg hat gebebt und hat sein Wasser blutrot gef√§rbt. Es war am selben Tag, wie das Beben in Nepal. Die Erdchakren kommunizieren untereinander, stehen in Resonanz. Der Kailash – das Kronenchakra im Himalaya, der Untersberg – das Herzchakra Europas. Das Herz blutet. (Sind es unsere Herzen - denk ich mir)
Warnungen schickt uns die Natur genug. Doch viele hören und sehen sie nicht, wollen oder können es nicht.
Der Berggeist: "F√ľrchtet euch nicht vor der Natur, f√ľrchtet euch vor euren falschen Propheten. Wir Berggeister sind Methusalems, wir bewegen uns durch die √Ąonen – aber wir bleiben standhaft."
Die Reise endet.
Ich erinnere mich an einen wahren Propheten, einen Propheten der Heimat: Alois Irlmaier, der einst vorhersah:
"Es wird gar struppig kommen. Vom Untersberg bis zum Wendelstein passiert gar nichts."

Auf der R√ľckfahrt durchquerte ich Salzburg, um kurz das Literaturhaus zu besuchen und zu tanken
- und nachzudenken.


 

Fotos 1 und 2: © Falk Tzsch√∂ckel

Blutender Berg

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