Beltane Johannishögl

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Die alpenschamanische Beltane-Feier / Walpurgisnacht am 30.04.2008 am Johannishögl

Einstimmen

Einstimmen

Kultschacht

Kultschacht

Platzherrichten

Platzherrichten

Untersberg Maibaum

Untersberg Maibaum

Trommeln

Trommeln

TrommelKirche

TrommelKirche

vor dem Feuer

vor dem Feuer

Wettergeister

Wettergeister

Beltane Feuer

Beltane Feuer

Beltane Feuer 2

Beltane Feuer 2

elementar 1

elementar 1

elementar 2

elementar 2

elementar 3

elementar 3

Feia du bist schee

Feia du bist schee

FeuerKult

FeuerKult

FeuerKult 2

FeuerKult 2

FeuerKult 3

FeuerKult 3

Wolkenloch

Wolkenloch

Wolkenloch 2

Wolkenloch 2

Maibaumverbrennung

Maibaumverbrennung

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Beltane 2008 – ein alpenschamanisches Fest im Tanz mit den Elementen


Alpenschamanische Aktivitäten stehen immer in Verbindung mit den Naturgeistern und den Elementen. Das kennen wir u.a. von unserer Trommelarbeit in der Steinzeit Siegsdorf oder an den regionalen Kraftorten und Kultplätzen, vom Trommeln für Mutter Erde oder eben von unseren Jahreskreisfesten in der Natur. Doch am 30. April 2008 konnten man/frau in einer einzigartigen, von der Natur inszenierten Dramaturgie die Kräfte der Walpurgisnacht erfahren. Es schien, als seien sämtliche Wetterhexen um uns herum aktiv.
Am  späten Nachmittag trafen sie die ersten Festteilnehmer auf dem sonnenüberfluteten Johannishögl bei Piding – eigentlich ein Ausweichort zur Burg Karlstein bei Bad Reichenhall, bei der das Fest schon seit Jahren stattfindet, aber uns diesmal wegen der Wegsperrung zur Burg nicht möglich war. In letzter Zeit häufen sich die „Sperrungen“ der alten Kultorte:
die Schwarzbachhöhle, nach Lawinenabgängen und Orkanverwüstungen,
der Falkenstein, wegen Steinschlaggefahr (Felssturz in die Höhlenkirche !),
der Untersberg, wegen der immensen Schneemengen im Frühjahr
und jetzt die Burg Karlstein, wegen Schäden am Hauptaufstieg.
Die alten Plätze fordern Ruhe – sie wollen sich regenerieren.
Dafür öffnen sich neue Plätze, an denen wir schamanisch arbeiten und uns vitalisieren können. Der Johannishögl ist schon lange ein Sonnenkultplatz. Das Johannisfeuer brennt zur Sommersonnenwende schon seit vielen Jahren dort oben und seit letztem Jahr wurde dort auch das Wintersonnwendfeuer wieder neu belebt. Und das Beltane-Fest durfte nun dort auch  zum ersten Mal wieder gefeiert werden – neben der Johanniskirche und neben dem keltischen Kultplatz. Ein besonderes Symbol für Toleranz und Verständigung.
Schnell war dank der zahlreichen Helfer ein großer Brennholzstapel zusammengekommen. Im Wald fand sich sogar ein Bäumchen, dass schließlich als Maibaum geschmückt wurde.
Zur untergehenden Sonne bewegte sich das Festvolk dann an die Kirchenmauern und trommelnd wurde Großvater Sonne verabschiedet. Hinter einer – zunächst unscheinbaren – Wolkenbank ging die Sonne unter. Für einige Momente kehrte Stille ein. Stille am Högl.
Die Wettergeister riefen allerdings schon:
“Ihr wollt feiern? Dann fangt an!“
Und kaum hatte sich der bunte Haufen um das aufgeschlichtete Feuerholz im Kreis versammelt, da verdunkelte sich der Himmel. Ich lud die Geister der Vier Winde ein, die Geister der umliegenden heiligen Berge, die Himmels- und Erdgeister. David stimmte das Untersberglied an und dann wurde das Beltane-Feuer entzündet.
Da waren sie auch schon – die Wettergeister, die Geister der Vier Winde und alle anderen – und wollten mitfeiern. Skeptiker sahen schon schwere Regengüsse auf uns niedergehen, doch es entstand ein Wolkenloch über uns – über dem Johannishögl. Der Regen zog um uns herum, sichtbar zu dem vor uns zu Füssen, im Osten liegenden Salzburg.
Ein Sturm brach herein, schürte das Feuer an, das es bald wagrecht loderte. Dank des Regens vom Vortrag musste wir uns über den Funkenflug keine Gedanken machen. Der Wald war auch weit genug entfernt. Schließlich wurde nur noch gefeiert, getanzt, gesungen, gespeist und getrunken im Austausch mit den Wettergeistern. Wer so etwas noch nicht erlebt hat, wird es wohl kaum wieder vergessen. Der Untersberg bot seine dramatische Kulisse im Zusammenspiel mit dunklen Wolkenfetzen.
Ausgelassenheit breitete sich aus. Juchizer ertönten. Trommeln beschworen die Winde, gingen in Dialog. Ein verstörter Hase schreckte aus dem Gebüsch auf. Ein Fest in den Alpen.

Bis bald und danke an die Elemente!

PS:
Der Regen kam erst spät in der Nacht – nach dem Fest !

Rainer Limpöck - am 1. Mai 2008

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